Wohnraum schaffen

Aachen ist vielfältig. Unsere Stadt ist Heimat für Studierende, Familien, Senior*innen und viele andere. Sie alle brauchen Wohnraum. Oft müssen wir erleben, dass gerade Wohnraum im niedrigen bis mittleren Preissegment fehlt. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken.

Mit dem Aachener Modell zur kommunalen Wohnungsbauförderungen sind wir einen innovativen Weg gegangen. Wir nutzen das Erbbaurecht, um Anreize zu bieten, mehr und über einen langen Zeitraum öffentlich geförderte Wohnungen zu errichten.

Aachens kommunale Wohnungsbaugesellschaft gewoge ist eine faire Vermieterin und eine wichtige Teamspielerin für den Aachener Wohnungsmarkt. Erst vor kurzem hat sie in Aachen-Nord bewiesen, dass wie sie als Bauherrin an der Schaffung neuen und vor allem preiswerten Wohnraums beteiligt ist.

Für uns ist wichtig, dass sich jeder Mensch eine angemessene Wohnung leisten kann. Darum setzen wir uns für eine Fortführung des öffentlich-geförderten Wohnungsbaus unter Ausschöpfung aller damit verbundener Fördermöglichkeiten ein. Die sogenannten Quoten- und Baulandbeschlüsse des Rates haben sich in der Vergangenheit als wirksame Instrumente für eine ausgeglichene Wohnungspolitik bewährt. Wir haben die Quoten für öffentlich-geförderten Wohnungsbau auf inzwischen 40% angehoben. Dabei setzen wir auf eine gute Kooperation mit den Grundstückseigentümern und Bauherren, um den Mietpreis für die neu errichteten Wohnungen möglichst lange stabil zu halten.

Aachen ist eine junge Stadt. Das merken wir an vielen Stellen. Wenn junge Menschen sich entscheiden eine Familie zu gründen, dann brauchen sie auch eine dazu passende Wohnung. Darum werden wir beim Bau von öffentlich geförderten Wohnungen den Fokus stärker auf Wohnungen für Alleinerziehende und Familien mit Kindern legen. Das bedeutet, dass in Neubauten eine überwiegende Anzahl der Wohnungen drei oder mehr Zimmer haben sollen. Das hilft jungen Familien eine bezahlbare Wohnung in Aachen zu finden.

Die stark gestiegene Zahl von Studierenden an den Aachener Hochschulen hat den Bedarf an Wohnungen massiv erhöht. Der Trend vieler Bauträger geht daher zu immer kleineren Wohnungen, sogenannten Micro-Apartments, die dafür immer mehr kosten. Wir wollen, dass Wohnungen für Studierende eine Mindestgröße von 25 qm nicht unterschreiten. Micro-Apartments sollen nur ausnahmsweise und in unmittelbarer Umgebung zu den Hochschulen als reine Studierendenunterkünfte gebaut werden. Stattdessen wollen wir eine gesunde Mischung von Familien und Studierenden im ganzen Stadtgebiet.

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Wir brauchen eine gute Mischung aus Studierenden und Familien im ganzen Stadtgebiet.

Aachens Wohnungen sollen keine Touristenherbergen oder Wochenenddomizile werden. Deshalb ist es gut, dass wir im letzten Jahr eine Zweckentfremdungssatzung für Aachens Wohnraum beschlossen haben. Auch müssen Mieter*innen unterstützt werden, die Beseitigung gravierender Mängel besser durchzusetzen.

Aachens Fläche ist begrenzt. Und neben Platz für Wohnungen brauchen auch das Gewerbe, die Natur, die Hochschulen, die Mobilität und viele andere ihren Raum. Wir wollen über den Tellerrand hinausschauen. Gemeinsam mit unseren Nachbarkommunen sollen gemeinsame Wohngebiete entwickelt werden. In Verbindung mit einer Steigerung der Mobilität beispielsweise durch die Regiotram wird dies dazu beitragen, den Aachener Wohnungsmarkt zu entlasten.

Auch auf dem Wohnungsmarkt wollen wir den Wandel menschlich gestalten. Bei der Planung neuer Wohnungen oder ganzer Wohngebiete wollen wir die Aachener*innen miteinbeziehen. Erst ihre Fragen, Anregungen und Ideen machen aus Wohnraum Lebensraum.

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 Wir stehen für

  • Das Aachener Modell zur kommunalen Wohnungsbauförderung
  • Die gewoge als starke Teamspielerin auf dem Wohnungsmarkt
  • Fortführung des öffentlich-rechtlichen Wohnungsbaus
  • Fokus auf den Bau von Wohnungen für Alleinerziehende und Familien
  • Mindestgröße für Studierendenwohnungen von 25 qm
  • Wohnungen, die nicht zweckentfremdet werden
  • Bessere Meldemöglichkeiten für Missstände in Wohnungen
  • Regionale Zusammenarbeit auch beim Wohnungsbau
  • Bürgerbeteiligung in der Wohnungsbaupolitik