Regional denken – gemeinsam handeln

Aachen ist Teil einer starken Region. Gerade jetzt während der Corona-Pandemie haben Stadt und Städteregion gezeigt, was sie für uns leisten können. Der gemeinsame Krisenstab von Städteregion und Stadt Aachen hat Großartiges geleistet. Gäbe es die Städteregion nicht schon seit über zehn Jahren, hätten wir sie spätestens im Frühjahr 2020 erfinden müssen.

In Zukunft wollen wir die starke Gemeinschaft noch mehr nutzen. Zahlreichen Herausforderungen können wir uns gemeinsam noch besserstellen.

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Stadt und Städteregion stärken sich gegenseitig durch gemeinsame Gebiete zum Arbeiten und Wohnen.

Schon jetzt arbeiten wir mit einigen unserer Nachbarkommunen an gemeinsamen Gewerbegebieten. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Aachen ist hoch, sehr viel höher als die zur Verfügung stehenden Flächen. Auf der anderen Seite gibt es in unserer Nachbarschaft Kommunen, die genügend Fläche zur Verfügung haben, aber diese bisher nicht als Gewerbegebiete weiterentwickeln können. Gemeinsam können wir Angebot und Nachfrage zusammenbringen. Auf diese Weise schaffen wir neue, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze für Aachen und die gesamte Region.

Ein ähnliches Bild sehen wir beim Thema Wohnen. Die Nachfrage nach Wohnungen in Aachen ist ungebrochen hoch. Gemeinsam realisierte Wohngebiete in unseren Nachbarkommunen können dazu beitragen, dieser Nachfrage zu begegnen.

Gemeinsame Gewerbegebiete und gemeinsame Wohngebiete in unseren Nachbarkommunen setzen aber voraus, dass Aachen besser erreichbar ist. Deshalb setzen wir uns für die Realisierung der Regiotram ein. Sie soll eine schienengebundene Verbindung in den Nordkreis sein. In einem weiteren Schritt könnte sie auch den Aachener Süden sowie die Eifelkommunen mit der Innenstadt verbinden. Außerdem wollen wir starke Busachsen etablieren, die die Menschen aus dem Umland schnell und mit einer hohen Frequenz nach Aachen und wieder zurückbringen.

Die Region endet nicht an Stadt- oder Staatsgrenzen. Angebote zur Mobilität müssen flexibel sein.

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Eine enge Zusammenarbeit aller Kommunen der Städteregion ist hinsichtlich aller Verkehrsträger wichtig. Deshalb setzen wir uns für eine städteregionale Mobilitätskonferenz ein. Auf dieser sollen Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Projekte entwickelt werden. Wichtig ist uns auch die Realisierung eines gemeinsamen Radwegenetzes.

Schon heute ist es in der Städteregion üblich, dass Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg Stadt- und Gemeindegrenzen überqueren. Auch in einigen Wohngebieten am Aachener Stadtrand ist der Weg zu den Schulen in den Nachbarstädten manchmal kürzer. Umgekehrt pendeln viele Schüler*innen nach Aachen ein. Um diesen Umständen besser begegnen zu können braucht es eine abgestimmte Schulentwicklungsplanung.

Mit Blick auf den Braunkohleausstieg zeigt sich, dass wir über die Grenzen der Städteregion hinaus denken müssen. Der Strukturwandel bietet Chancen für die gesamte Region. Wir wollen, dass Aachen mit seiner Innovationskraft diese Chancen nutzt.

 Wir stehen für

  • Kooperative Problemlösungen in der Städteregion
  • Gemeinsame Wohngebiete
  • Gemeinsame Gewerbegebiete
  • Regiotram in den Nordkreis und in den Südraum
  • Städteregionale Mobilitätskonferenz
  • Städteregionsweites Radverkehrsnetz
  • Braunkohleausstieg und Strukturwandel als Chance nutzen