Klimawandel begegnen

Schon heute ist der Klimawandel spürbar. In den letzten Jahren haben wir heiße und trockene Sommer erlebt. Extreme Wetterereignisse wie Starkregenfälle haben zu hohen Sach- und sogar Personenschäden geführt.

Klimaschutz ist wichtig. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Erderwärmung so gering wie möglich bleibt. Dennoch werden wir den Klimawandel nicht aufhalten können. Deshalb müssen wir uns auf seine Folgen einstellen.

Gerade im innerstädtischen Bereich sind heiße Sommer besonders stark zu spüren. Abkühlung, CO2-Bindung und Verschattung schaffen wir durch viele kleine Grüninseln. Durch die Offenlegung von Bächen bilden wir klimatisch wirksame Verbindungen innerhalb der Stadt. Verdunstung von Wasser sorgt für Abkühlung. Die Bäche sollen zugleich zu einem städtebaulichen Blickfang werden und Aufenthaltsqualität bieten. Modernes Stadtgrün schafft Natur in der Innenstadt, bietet Lebensqualität und schützt vor Hitze. Auch Pflanzen schaffen in heißen Sommern Abhilfe. Jeder Baum, jede begrünte Fassade und jede Wiese hilft. Deshalb wollen wir mehr dezentrale Grünflächen in der Innenstadt schaffen. Naturnahe Blühwiesen und Blühstreifen fördern die Artenvielfalt und erleichtern die Pflege.

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Wir müssen auf heiße Sommer und starken Regen vorbereitet sein.

Nicht nur wir Menschen, sondern auch die Natur wird vom Klimawandel betroffen sein. Deshalb werden wir bei der Pflanzung von Bäumen und bei städtischen Grünflächen darauf achten, dass Pflanzen ausgewählt werden, die den sich verändernden klimatischen Bedingungen gewachsen sind. Gleiches gilt für die nachhaltige Bewirtschaftung der städtischen Wälder.

Starkregenfälle haben auch in Aachen zu Überschwemmungen geführt. Dies liegt vor allem daran, dass dem Wasser Platz zum Abfließen fehlt. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass dezentrale Flächen geschaffen werden, auf denen Wasser versickern kann und dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt wird. Insbesondere im Bereich des Straßenbegleitgrüns ergeben sich viele Möglichkeiten tägliche Nutzung, klimatische Notwendigkeit und Notfallentwässerung zu kombinieren.

Durch Aufheizung von Asphalt und Steinflächen können lokale Wärmeinseln entstehen, die zu großen Temperaturanstiegen und Hitzestress führen können. Durch die hohe Wärmespeicherung von Stein wird dieser Effekt verstärkt. Angepasste Materialauswahl und Entsiegelung kann dem entgegenwirken. Helle Farben werfen Sonnenstrahlen zurück und reduzieren die Aufheizung.

Die Entsiegelung von Flächen spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von starkem Niederschlag. Unterdem Stichwort „versickern statt versiegeln“ wollen wir ein Programm zur Entsiegelung von Vorgärten anbieten. Bereits bei der Planung muss Bodenversiegelung auf das notwendige Maß reduziert werden.

Urbane Räume müssen nachhaltig gestaltet werden.

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Auch beim Bauen muss verstärkt auf Sonnenschutz, Verschattung und Ausrichtung des Gebäudes geachtet werden. Besonders bei Infrastruktur für Risikogruppen, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Alteneinrichtungen und ähnlichem gewinnt das klimatisch angepasste Bauen an Bedeutung.

Der Erhalt der Grünfinger und anderer Kaltluftschneisen ist uns besonders wichtig. Die Grünfinger dienen nicht nur als lokale Erholungsgebiete, sondern sind zentrale Elemente für die Luftqualität in der gesamten Innenstadt. Die Grünfinger und Kaltluftschneisen müssen von Bebauung freigehalten werden.

Wir wollen Wandel menschlich gestalten. Dies gilt für uns auch beim Umgang mit dem Klimawandel. Wir wollen die Aachenerinnen und Aachener mit ihren Fragen, Anregungen und Ideen einbeziehen und uns gemeinsam mit ihnen den Folgen des Klimawandels entgegenstellen.

 Wir stehen für

  • Offenlegung der Aachener Bäche
  • Dezentrale Grünflächen in der Innenstadt
  • Pflanzung von angepassten Baumarten und Blühwiesen für mehr Biodiversität
  • Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung
  • Entsiegelung von Flächen
  • Hinterhofbegrünung für besseres Mikroklima
  • Erhalt der Grünfinger und Kaltluftschneisen