Klimaschutz geht uns alle an

Der Klimawandel geht uns alle an. Er bedroht unsere Lebensgrundlage hier in Aachen und überall auf der Welt. Deshalb müssen wir handeln.

Diese Aufgabe haben wir in Aachen früh erkannt. Schon 1991 haben wir uns dem Klimabündnis der europäischen Städte angeschlossen. 1994 wurde mit dem „Aachener Modell zur kostendeckenden Vergütung erneuerbarer Energien“ die Grundlage für die bundesweite Förderung erneuerbarer Energien beschlossen. 2004 wurde der Verein „Altbau plus“, der Gebäudeeigentümer in Fragen energetischer Sanierung berät, gegründet. 2006 wurde in Aachen die bundesweit erste Biogasanlage mit Einspeisung in das Erdgasnetz in Betrieb genommen. Seit 2009 wurde Aachen mehrfach mit dem European Energy Award für unser nachhaltiges Energiemanagement ausgezeichnet. 2019 haben wir den Klimanotstand für Aachen erklärt.

Um unseren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten müssen wir noch mehr tun. Dabei kommt es entscheidend darauf an, dass wir klimaschädliche Emissionen von CO2 weiter reduzieren.

Wir wollen, dass die Aachener Gebäude besser gedämmt werden. Dies spart Emissionen und Heizkosten ein. Wir setzen auf den Verein „Altbau plus“, der Hauseigentümer*innen informiert. In Aachen soll nachhaltig gebaut werden. Wir wollen einzelne Neubaugebiete klimaneutral gestalten.

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Energiesparende Gebäude und Strom aus Sonne und Wind ebnen den Weg in eine klimafreundliche Zukunft.

Die Begrünung von Dächern und Fassaden hat eine starke Dämmwirkung, bindet CO2 und ist optisch reizvoll. Durch Hinterhofbegrünungen werden auf diese Weise innerstädtische Grünflächen geschaffen, die der Artenvielfalt dienen können und die Stadt gerade an heißen Tagen abkühlen. Es gibt also gleich mehrere Gründe, um Dächer und Fassaden in Aachen zu begrünen. Daher wollen wir finanzielle Anreize zur Dach- und Fassadenbegrünung für private Gebäudeeigentümer schaffen. Zugleich soll die Stadt Aachen mit gutem Beispiel vorangehen und möglichst viele Dächer und Fassaden der städtischen Gebäude begrünen.

Um Emissionen zu verringern ist der Verkehr von zentraler Bedeutung. Deshalb wollen wir klimafreundliche Verkehrsträger stärken. Wir werden die Umsetzung des Radentscheides sowie die Einrichtung von Radvorrangrouten vorantreiben. Unser ÖPNV soll zu den Bedürfnissen der Aachenerinnen und Aachener passen. Sharing-Angebote und die elektrische Mobilität bauen wir weiter aus.

Die Energie der Zukunft ist nicht mehr fossil, sondern erneuerbar. Wir setzen auf Sonne und Wind. Gerade im innerstädtischen Bereich können Photovoltaikanlagen einen gewichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Energieversorgung leisten. Stromspeicher sind dabei eine sinnvolle Ergänzung. Wir wollen, dass in Aachen auf so vielen Gebäuden wie möglich Photovoltaikanlagen installiert werden, sowohl auf städtischen als auch auf privaten.

Wir wollen auch weiterhin nach geeigneten Flächen suchen, um in Aachen die Windenergie besser nutzen zu können. Dabei müssen die Belange des Naturschutzes und die Interessen der Anwohner gewahrt bleiben.

Wir wollen alle das Klima schützen. Dafür müssen wir die Menschen einbeziehen und Veränderungen gemeinsam umsetzen.

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Klimaschutz bedeutet nicht nur die Verringerung von CO2-Emissionen. Es ist auch wichtig, dass CO2 aus der Luft gefiltert und gebunden wird. Das können Bäume besonders gut. Deshalb wollen wir die Zahl der Bäume in Aachen kontinuierlich erhöhen. Und wenn es mal nötig wird, einen Baum zu fällen, muss so schnell wie möglich eine Ersatzpflanzung erfolgen.

Zu einer klimafreundlichen Kommunalpolitik zählt auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der uns zur Verfügung stehenden Fläche. Für uns hat die Nachverdichtung innerstädtischer Flächen Vorrang vor der Versiegelung grüner Flächen in den Außenbereichen. Wir wollen Grünfinger erhalten und zusätzlich neue, dezentrale Grünflächen im Innenstadtbereich schaffen.

Mit diesen Maßnahmen verfolgen wir das Ziel bis zum Jahr 2025 den Verbrauch der Endenergie um 20 % zu verringern, die CO2Emissionen um 40 % zu senken und den Anteil der erneuerbaren Energien auf 40 % zu steigern (jeweils im Vergleich zu 1990).

Wir wollen Wandel menschlich gestalten. Dies gilt auch in der Klimaschutzpolitik. Ein nachhaltiger und langfristiger Klimaschutz funktioniert nur, wenn er von den Menschen mitgetragen wird. Dies gelingt am besten, wenn die Aachenerinnen und Aachener mit ihren Fragen, Anregungen und Ideen miteinbezogen werden. Klimaschutz geht uns alle an. Deshalb müssen wir ihn auch alle gemeinsam gestalten.

 Wir stehen für

  • Bessere Gebäudedämmung durch bessere Beratung
  • Nachhaltiges Bauen und klimaneutrale Baugebiete
  • Begrünte Dächer und Fassaden für öffentliche und private Gebäude
  • Ein ÖPNV-Angebot, das noch besser zu den Aacherinnen und Aachenern passt
  • Den Ausbau von Sharing-Angeboten
  • Eine Stärkung der Elektromobilität
  • Mehr Photovoltaikanlagen auf Gebäuden
  • Einen Ausbau der Windenergie mit Augenmaß
  • Eine nachhaltige Flächenpolitik
  • Mehr Bäume im Stadtgebiet
  • Zügige Nachpflanzungen gefällter Bäume
  • Eine Klimapolitik, die die Aacher*innen mitnimmt