Digitalisierung und smarte Stadt

Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche. Der Wandel von analog zu digital vollzieht sich in der Mobilität, im Wohnen, im Service, in der Stadtverwaltung, in Schulen, in der Kultur – eigentlich überall dort, wo Leben stattfindet. Es bedarf daher eines verantwortungsvollen und steuernden Umgangs mit diesem Thema – einem der Megatrends unserer Zeit.

Aachen kann durch den klugen Einsatz von digitalen Prozessen noch smarter werden. Bürger*innen sollen von der Digitalisierung profitieren. Aachen soll mit digitalen Lösungen lebenswerter und nachhaltiger werden.

Die Vision einer vollständig vernetzten und nachhaltigen Stadt ist noch Zukunftsmusik. Aber in vielen kleinen Schritten kann diese Entwicklung bereits jetzt mit der notwendigen Sorgfalt angegangen werden. Datenschutz hat hierbei höchste Priorität.

Gerade als Hochschulstandort und als digitale Modellregion Nordrhein-Westfalens mit dem digitalHUB und vielen Unternehmen sowie Startups hat Aachen enormes Potential. Dieses gilt es zu nutzen und politisch zu unterstützen. Wir verstehen den Weg zur smarten Stadt als Gemeinschaftsprojekt, das in städtisch organisierten Zukunftswerkstätten und „Hackathons“ mit den Bürger*innen stetig wachsen soll.

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Als digitale Modellregion wollen wir innovative Ideen einfach malausprobieren.

Ein erster Schritt ist die Entwicklung und zügige Umsetzung einer Aachen-App. Durch das Servicekonto. NRW wird man in der Aachen-App verifiziert und kann so das breitgefächerte Online-Angebot der Stadt Aachen nutzen.

Hierüber soll die Mobilität komfortabler werden – etwa durch Zahlungsmöglichkeiten und Bereitstellung von Ankunftszeiten in Echtzeit für die Nutzung des ÖPNV, aber auch durch ein Parkleitsystem in Verbindung mit Sensoren, um Parkplatzsuchverkehr zu minimieren. Die App soll den Bürger*innen automatisch die vielfältigen Mobilitätsformen nahebringen, indem eine besonders schnelle und eine umweltfreundliche Route von A nach B ermittelt wird, denn die urbane Sharing-Kultur ist mit Cambio, Velocity und E-Scootern bereits längst in Aachen angekommen. Langfristig könnte dies auch dazu beitragen, dass die Streckenführung der Buslinien optimiert werden kann.

Aber auch Behördengänge sollen durch die App deutlich erleichtert werden. So soll die elektronische Antragsstellung für weitere Behördengänge bequem aus dem Wohnzimmer möglich sein. Zudem könnten auch Tickets für den städtischen Kulturbetrieb einfach mittels App und ein paar Klicks erworben und an der Kasse digital vorgezeigt werden. Kulturschaffende, Sportvereine etc. könnten durch ein Raumbuchungssystem Platz für ihre Veranstaltung finden und die Auslastung der Räumlichkeiten verbessern.

Digitalisierung vereinfacht Abläufe für alle Bürger*innen in Aachen

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Die App soll aber auch dazu beitragen, dass unsere Stadt sauberer wird. Sie soll neben der Möglichkeit unkompliziert eine Sperrmüllabholung zu beantragen, die Meldung von überfüllten Mülleimern und wilden Müll vereinfachen, zum Beispiel mit Hilfe von einzulesenden NFC-Tags. So wäre langfristig eine optimierte Leerung der Mülleimer möglich – statt der Leerung nach Standardrouten, sollte diese bedarfsorientierter erfolgen.

Aber auch die Verwaltungsarbeit muss digitaler werden. E-Government und die finale Umsetzung der elektronischen Akten sind zentrale Themen im Rahmen der städtischen Digitalisierungsprozesse. So könnten eine digitale Grundstücks- und Gebäude-Verwaltung und ein smartes Verkehrsdatenmanagement eingeführt werden. Hierzu bedarf es aber auch der besseren Ausstattung der Verwaltungsgebäude mit der nötigen technischen Infrastruktur und den entsprechenden Internetbandbreiten.

Digitale Lösungen bieten viele kreative Möglichkeitsräume, die wir anhand der Bedarfe der Aachener*innen ausgestalten wollen und zu einer integrierten Lösung zusammenschließen möchten. Potentiale der Digitalisierung vorantreiben, aber die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen beachten, den Wandel also menschlich zu gestalten – das sehen wir als unsere Aufgabe für eine smarte Stadt Aachen.

Daher ist uns auch die notwendige Transparenz selbstverständlich wichtig und dass sich Interessierte ebenfalls an Optimierungen beteiligen können. Deshalb sollte das Open Data Portal weiter ausgebaut werden. Und das E-Government sollte dazu führen, dass eine höhere Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht wird. Durch die sogenannte E-Partizipation könnten Bürger*innen zu wichtigen Projekten Stellung nehmen und so frühzeitig in den Entscheidungsfindungsprozess eingebunden werden.

 Wir stehen für

  • Organisation von städtischen Zukunftswerkstätten und Hackathons
  • Entwicklung und Umsetzung der Aachen-App
  • Etablierung breitgefächerter Online-Plattform
  • Verkehr und Verkehrsdaten-management
  • Open Data Portal ausbauen
  • Vorantreiben der digitalen Aktenführung
  • Digitalisierte Verwaltungs-dienstleistungen
  • E-Partizipation