75 Jahre Kriegsende – ein Moment des Innehaltens

75 Jahre Kriegsende – ein Moment des Innehaltens

Am 8. Mai 2020 wurde des 75. Jahrestages des Kriegsendes in Europa gedacht. Auch ich habe an diesem Tag eine Nelke vor der Gedenktafel der „Wege gegen das Vergessen“ niedergelegt.

Gerade in unseren bewegten Zeiten war dies für mich ein Moment des Innehaltens. Ein Moment, den 6 Millionen Opfern des Holocausts und den 60 Millionen Opfern des zweiten Weltkriegs zu gedenken. Ein Moment, um dankbar dafür zu sein, dass wir gemeinsam mit unseren Nachbarn in einem Europa des Friedens und der Freiheit leben dürfen. Ein Moment, um sich der Verantwortung bewusst zu werden.

Die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten hat unfassbares Leid über Deutschland und Europa gebrach. Trotz aller alltäglichen Sorgen und gerade im Angesicht der Bedrohungen durch die Corona-Pandemie haben wir allen Grund dankbar für die Befreiung Deutschlands durch die Alliierten Streitkräfte zu sein. Zugleich können wir es als großes Glück begreifen, dass wir seit nunmehr drei Generationen in Frieden und Freiheit leben dürfen. Mir wird in diesen Moment immer bewusst, dass dieses Glück nicht selbstverständlich ist. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnungen wird von vielen verschiedenen Kräften bedroht. Als Demokraten ist es deshalb unsere gemeinsame Aufgabe, immer wieder aufzuzeigen, wohin es führen kann, wenn Hass und Ausgrenzung zur Grundlage des politischen Handelns werden. Dieser Aufgabe fühle ich mich verpflichtet.